Schneeweiß – Alpenglühn in Friedrichshain

Gestern waren wir (diesmal zu dritt) zum ersten Mal im Restaurant Schneeweiß. Immer wieder empfohlen bekommen und nun endlich mal in den Genuss gekommen. Ab gehts also in den Simon-Dach-Kiez, der für uns Kreuzberger eigentlich ja gar nicht so weit weg ist, aber doch, aufgrund vieler toller Restaurants vor der eigenen Haustüre, nicht so wahnsinnig oft besucht. Bei Betreten des Restaurant macht das Design dem Namen alle Ehre – schneeweiß halt. Außerdem fiel uns sofort auf, dass es ziemlich voll war, zumindest ungewöhnlich für einen Sonntag mitten im Juli, sogleich waren wir froh reserviert zu haben. Die nette Kellnerin bat uns direkt zu unserem Tisch und wir durften wählen. Entschieden haben wir uns für: 2 kleine Blattsalate und einer Cremsuppe von jungem Sommerlauch mit Streifen vom Zanderfilet für 3,20€ bzw. 5,80€. Der Salat war zwar klein, aber hatte trotzdem ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis. Ich habe selten so frische, knackige Salatblätter gegessen – ohne leicht angebräunte Strunken. Und das wohlbemerkt an einem Sonntag – wirklich gut. Für unseren Geschmack war das Dressing etwas zu wenig. Das Süppchen war dagegen von vorn bis hinten genial und verdient meiner Schwester zufolge glatte 9 von 10 Punkten! Dazu gabs einen Riff Rosso, einern Merlot/ Cabernet Sauvignon vom Winzer Alois Lageder für gute 18,-€. Interessant war, dass der Kellner noch den Tipp gab, den weißen Chardoney von diesem Winzer zu probieren, obwohl er gar nicht dort verkauft wurde. Ich fand das positiv, da es also nicht darum ging, gleich die nächste teurere Flasche an den Mann zu bringen.

Nach einer ziemlich langen Wartezeit ging es dann mit unserem Hauptgericht weiter: Pfifferlingsricottastrudel mit gebackenem Tallegio, karamelisierten Lauchzwiebeln und Cranberrypesto (13,70€) sowie einem Südtiroler Hasenpfeffer in Brombeersauce mit Haselnusspolenta und karamelisiertem Spitzkohl (15,90€). Auch hier ein gutes Preis-Leistungsverhältnis – relativ viel und wirklich sehr gut. dem Pfifferlingsricotta fehlte, wenn man auf hohem Niveau kritisieren will, ein bisschen der letzte Pfiff, war aber insgesamt lecker. Der Hasenpfeffer hat mir persönlich sehr gut geschmeckt. Wirklich gelungen fand ich die Haselnusspolenta, die mich wirklich geschmacklich überraschte. Sehr gut! Dazu gab es dann einen Weißen: Chardoney (2007) aus dem Hause Markus Schneider, aus dem Ellertal (Pfalz). Der war im Vergleich zum Rotwein richtig gut, kostete mit 28€ aber eben auch mehr. Zum Abschluss konnten wir an einem Apfelstrudel nicht vorbei, der gehört zu alpenländischen Küche eben dazu (wie es im Übrigen auch Wiener Schnitzel, Kaiserschmarn und Gulasch gab). Insgesamt ein sehr gelunger Abend. Ein Obstler aufs Haus hätte das Ganze noch abgerundet. Aber das sind die i-Tüpfelchen. Es ging auch so sehr gut. Wir gehen auf jeden Fall bald wieder hin, denn die Karte wird überigens alle drei Tage gewechselt!

Simplonstraße 16, 10245 Berlin, http://www.schneeweiss-berlin.de

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Juli 21, 2008. Schlagwörter: , , , , , , . auswärts essen.

One Comment

  1. Wanda Erdmann replied:

    Super, das habe ich so noch garnicht gesehen. Danke für den Tipp! Dafür liebe ich das Web, dass man schnell auf solche coolen Tipps stößt :-). Danke nochmal und schönen Gruß, Wanda Erdmann

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